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	<title>Das Italienblog &#187; Politica</title>
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	<description>Fratelli d&#039;Italia</description>
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		<title>Berlusconi zurückgetreten</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Nov 2011 21:26:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass ich das noch miterleben darf&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass ich das noch miterleben darf&#8230;</p>
<p> <img src='http://italia-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Finanzkrise in Italien? Wir streiten lieber weiter</title>
		<link>http://italia-blog.de/2011/09/finanzkrise-in-italien-wir-streiten-lieber-weiter/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 10:26:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht, dass es irgendetwas Neues zu sagen gäbe bezüglich der weltweiten Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf Italien; nicht, dass es verwunderlich ist, dass das riesige italienische Defizit nun ins Blickfeld der Finanzmärkte gerät und Anlass für Spekulationen ist, aber es ist doch immerhin bemerkenswert, dass die italienische Politik genau so reagiert, wie man es nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht, dass es irgendetwas Neues zu sagen gäbe bezüglich der weltweiten Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf Italien; nicht, dass es verwunderlich ist, dass das riesige italienische Defizit nun ins Blickfeld der Finanzmärkte gerät und Anlass für Spekulationen ist, aber es ist doch immerhin bemerkenswert, dass die italienische Politik genau so reagiert, wie man es nach der <a href="http://img.en25.com/Web/StandardandPoors/RepublicofItaly.pdf" title="Italy Ratings Lowered To 'A/A-1'; Outlook Negative" target="_blank" class="lipdf" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/img.en25.com/Web/StandardandPoors/RepublicofItaly.pdf?referer=');">Abwertung</a> italienischer Staatsanleihen durch die Rating-Agentur <a href="http://www.standardandpoors.com/home/en/eu" title="Standard &amp; Poor - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.standardandpoors.com/home/en/eu?referer=');">Standard &amp; Poor</a> (Nomen est omen?) erwarten konnte. Statt konstruktiv und aktiv an der Überwindung der Vertrauenskrise zu arbeiten, wird nun fleißig gestritten. Berlusconi gibt den bösen Medien die Schuld (die Richter kann er ja dafür leider nicht direkt verantwortlich machen), die Opposition gibt (nicht ganz zu Unrecht) Berlusconis stillstehender Regierung die Schuld und fordert seinen Rücktritt ohne eine sinnvolle Alternative zu präsentieren, weder personell noch politisch, die Lega Nord verfällt in populistische Sezessionsankündigungen und tut so, als sei sie gar nicht mehr Teil der Regierung, die diese Vertrauenskrise herbei geführt hat, kurzum: Alle streiten, keiner handelt. Das unausgegorene Sparpaket der Berlusconi-Regierung wird durchgeboxt (und noch weitere werden folgen), die Opposition redet viel und laut, bleibt aber letzten Endes ohnmächtig, weil sie sich durch eine Totalverweigerung die Mitgestaltungsmöglichkeit an diesen Entscheidungen von nationalem Interesse verbaut hat. Und blickt man in die italienischen Zeitungen, dann scheinen Berlusconis <em>Sex, Lies &amp; Videotapes</em>, Bossis <em>Padania</em> und natürlich die fußballerische Krise von Inter wichtiger zu sein, als die Auswirkungen der Herabstufung auf den angestrebten Ausgleich des Staatsdefizits. Das Kind fällt gerade in den Brunnen, aber &#8230; ach &#8230; es fällt ja noch, es ist nicht aufgeschlagen und selbst wenn es im Wasser zu ertrinken droht, wird man in Italien einen Weg finden, die Auswirkungen zu ignorieren und lieber noch ein wenig zu streiten. Nicht um der Sache wegen, sondern aus Reflex, aus Ritual und aus purem Hass gegenüber dem gegnerischen politischen Lager.</p>
<p>Nein, wirklich nichts Neues. In Italien bewegt sich nichts. Und es wird sich auch nichts bewegen, solange die Konstellation unter Berlusconi so festgefahren bleibt. Und Neuwahlen oder eine wie auch immer geartete andere, neue Regierung wird vermutlich nicht viel besser mit den Problemen umgehen können, denn sie wird sich genauso im Kreuzfeuer einer lautstarken, destruktiven Kritik befinden, wie die Regierung jetzt.</p>
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		<title>Ciao Atomkraft, ciao Privatisierung und Kommerzialisierung der öffentlichen Wasserversorgung, ciao Lex Berlusconi &#8211; benvenuta democrazia popolare!</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Jun 2011 17:16:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Atomausstieg]]></category>
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		<description><![CDATA[Oh, Silvio, es hat nichts genutzt! Gar nichts genutzt. Die vier Referendum des Pfingstwochenendes erreichen mit ca. 57% (noch läuft die Auszählung und ich stütze mich auf sehr stabile Hochrechnungen, aktuelle Zahlen → hier) deutlich die geforderte Mindestbeteiligung von 50% (+1 Stimme). Bei ihnen ging es um den Bau neuer Atomkraftwerke (und Zwischen-/Endlager), die Privatisierung und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Oh, Silvio, es hat nichts genutzt! </em>Gar nichts genutzt. Die  vier Referendum des Pfingstwochenendes erreichen mit ca. 57% (noch läuft die Auszählung und ich stütze mich auf sehr stabile Hochrechnungen, aktuelle Zahlen → <a href="http://www.repubblica.it/static/speciale/2011/referendum/index.html?ref=HREA-1" title="Referendum popolare 12-13 giugno 2011" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.repubblica.it/static/speciale/2011/referendum/index.html?ref=HREA-1&amp;referer=');">hier</a>) deutlich die geforderte  Mindestbeteiligung von 50% (+1 Stimme). Bei ihnen ging es um den Bau neuer  Atomkraftwerke (und Zwischen-/Endlager), die Privatisierung und Kommerzialisierung der Wasserversorgung und &#8211; <em>last but certainly not least</em> &#8211; um  den Schutz der höchsten politischen Amtsträger (also des Ministerpräsidenten Berlusconi, c&#8217;mon, um ihn ging es wirklich <em>in personam</em>) vor juristischer Strafverfolgung. Berlusconi und seine demagogisch äußerst beschlagene Regierungsmannschaft hatten in den vergangenen Wochen öffentlich zum Wahlboykott aufgerufen (&#8220;Also ich fahre ans Meer&#8221;), aber es hat nichts genutzt.</p>
<h4>95% der Wähler gegen die expliziten Berlusconi-Pläne</h4>
<p>Die Italiener haben offensichtlich über alles politische Lagerdenken hinweg sämtlichen Lieblingsprojekten und Gesetzesvorhaben der rechtspopulistisch/wirtschaftlich-neoliberalen Regierung Berlusconis eine klare, geradezu kommunistische Absage (ha! <em>Beccati questo, Berlusca!</em>) erteilt. Mit geringen Abweichungen untereinander haben die Italiener mit <strong>94-95% gegen die Pläne von Berlusconi</strong> und seiner Lakaien gestimmt: Das Wasser bleibt in öffentlicher Hand und darf nicht zum Profit- und/oder Privatunternehmen umgedeutet werden; der von der Regierung illegal propagierte Wiedereinstieg in die Atomenergie (Italien hatte sich bei einem Referendum 1987 schon einmal <span style="text-decoration: underline;">rechtsverbindlich</span> zu 80% gegen die Atomkraft ausgesprochen und war eigentlich damit das erste G7-Land, das den Atomausstieg aktiv beschlossen hatte) und die sogenannte <em>Lex Berlusconi</em>, die Regelung, die die höchsten politischen Amtsträger (Ministerpräsident, Parlamentspräsident, Staatspräsident etc.) von der Pflicht befreien sollte, sich vor Gericht zu verantworten zu müssen, wurden quasi einstimmig &#8211; mit satten weit-über-90-Prozent-plus-fettes-X-Mehrheit (wie bei den Kommunisten, vor denen Berlusca immer warnt, <em>hihi</em>) abgelehnt, bei einer Wahlbeteiligung, die es in Italien bei nationalen Referendums schon lange nicht mehr gegeben hat.<br />
<span id="more-1056"></span></p>
<h4>Rechtspopulisten sind es Leid &#8220;Ohrfeigen&#8221; zu kassieren</h4>
<p>Die separatistisch-rechtspopulische Lega Nord von Umberto Bossi erklärt, dass sie es Leid ist, Ohrfeigen (Ohrfeigen? Das nenne ich mal <em>Understatement</em>!) zu kassieren, Berlusconi ist indes untergetaucht, wird aber &#8211; da bin ich mir sicher &#8211; mit einer witzigen Bemerkung zur Tagesordnung übergehen, um bald von seinen Rechtsverdreh &#8230; äh experten ausloten zu lassen, wie viel Spielraum er jetzt noch für seine Vorhaben (vor allem für die für ihn existenziell wichtige <em>Lex Berlusconi</em>) hat. Am Ende wird Berlusconi, ähnlich wie seine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/EVP`" title="EVP auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/EVP?referer=');">EVP</a>arteigenossin Merkel, dem Atomausstieg zustimmen, weil er bemerkt, dass sich als Kernkraft-Befürworter nach Fukushima nicht einmal im medial eingelullten Italien mehr Wahlen gewinnen lassen.</p>
<p>Der Vorsitzenden der politisch immer noch lahmenden Mittelinks-Partei <em>Partito Democratico</em> fordert ritualgemäß den Rücktritt Berlusconis und Neuwahlen &#8211; kurzum, das Volk hat eine wichtige Schlacht zur Emanzipation gewonnen, aber die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Probleme Italiens bleiben zunächst einmal ungelöst, denn seien wir einmal ehrlich: Ein alternatives, modernes, gesellschaftlich gerechtes Gegenkonzept hat die PD noch nicht vorgelegt. Auch wenn ich es mir wünschen würde, aber die italienische PD erweist sich immer noch als desolater, noch zerstrittenerer Haufen als die die deutsche Sozialdemokratie. Und in einem Land ohne echte Grünen ist dies kein gutes politisches Signal.</p>
<p>Aber dennoch heute habe ich zum ersten Mal wirklich den Eindruck, dass sich in Italien die Dinge grundlegend ändern können.</p>
<p>Wie sang der große <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fabrizio_De_Andr%C3%A9" title="Fabrizio De André auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Fabrizio_De_Andr_C3_A9?referer=');">Fabrizio De André</a> einmal?</p>
<h4>Non al denaro, non all&#8217;amore né al cielo</h4>
<p>Nicht das Geld, noch die Liebe oder das Jenseits-Versprechen des Himmels. Genau das! Italiens Probleme lösen sich nicht <em>mir-nichts &#8211; dir-nichts</em> auf, nur wenn wir Berlusca abwählen, er theatralisch zurücktritt oder &#8211; wie heute geschehen &#8211; de facto abwählen. Wir brauchen einen realistischen, klugen Politik- und Mentalitätswandel und endlich, endlich, endlich mehr Eigenverantwortung der Italiener. Und hierfür hat das italienische Volk heute, weit über das politische Lagerdenken hinweg, einen riesigen Schritt in die richtige Richtung gemacht,</p>
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		<title>Nach den Kommunalwahlen in Italien: Grazie Italia</title>
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		<pubDate>Tue, 31 May 2011 09:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die linke Tageszeitung L&#8217;Unità bringt es mit seiner heutigen Schlagzeile der Print- und der Web-Ausgabe auf den Punkt: Grazie Italia, Danke Italien. Man hätte schon fast den Glauben daran verlieren können, dass das italienische Volk jemals aus der medialen, propagandistischen Einlullung der rechtspopulistisch/ wirtschaftliberalen Regierung Berlusconis und seiner Lakaien und Schergen und ihrer Medienmacht aufwacht, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://italia-blog.de/wp-content/uploads/2011/05/20110531_cover_302.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[958]"><img class="alignright size-medium wp-image-1046" title="&quot;Grazie italia&quot; - Titelblatt der Print-Ausgabe der Unità vom 31. Mai 2011" src="http://italia-blog.de/wp-content/uploads/2011/05/20110531_cover_302-206x300.jpg" alt="&quot;Grazie italia&quot; - Titelblatt der Print-Ausgabe der Unità vom 31. Mai 2011" width="206" height="300" /></a>Die linke Tageszeitung <a href="http://unita.it/" title="L'Unità - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/unita.it/?referer=');">L&#8217;Unità</a> bringt es mit seiner heutigen Schlagzeile der Print- und der Web-Ausgabe auf den Punkt: <strong>Grazie Italia</strong>, Danke Italien. Man hätte schon fast den Glauben daran verlieren können, dass das italienische Volk jemals aus der medialen, propagandistischen Einlullung der rechtspopulistisch/ wirtschaftliberalen Regierung Berlusconis und seiner Lakaien und Schergen und ihrer Medienmacht aufwacht, aber spätestens bei den Stichwahlen am Wochenende haben die Italiener von Norden nach Süden eindrucksvoll bewiesen, dass sie sich nichts mehr vormachen lassen wollen und dass sogar die wenig überzeugende Opposition in Italien eine bessere Alternative zum Status Quo darstellt.</p>
<ul>
<li><span style="text-decoration: underline;">Mailand</span>: <strong>55,1%</strong> für den Bürgermeisterkandidaten des Mitte-Links-Bündisses Pisapia, 44,9% für Berlusconis ausdrückliche Kandidatin Moratti</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Neapel</span>: <strong>65,4%</strong> für den erklärten Berlusconi-Gegner De Magistris, 34,6% für den Berlusconi-Mann Lettieri</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Cagliari</span>: <strong>59,4%</strong> für den Mitte-Links-Kandidaten Zedda, 40,6% für den Mitte-Rechts-Kandidaten Fantola</li>
<li><span style="text-decoration: underline;">Triest</span>: <strong>57,5%</strong> für den Mitte-Links-Kandidaten Cosolini, 42,5% für den Mitte-Rechts-Kandidaten Antonione</li>
</ul>
<p>Schon im ersten Jahrgang vor zwei Wochen waren die absoluten Mehrheiten in den wichtigen Städten Turin, Bologna und Olbia an die Mitte-Links-Kandidaten gegangen.</p>
<p>Insgesamt konnten Mitte-Links-Kandidaten in 60 Gemeinden die erforderliche absolute Mehrheit erringen, das sind 11 mehr als bei den Kommunalwahlen 2006. Erstaunlich ist, dass die Regierungskoalition auch viele ihrer Hochburgen im Norden und im Süden verloren hat &#8211; vor allem in den großen Städten sitzen nun &#8220;Kommunisten&#8221; (wie Berlusconi sich auszudrücken pflegt) im Stadtrat.<br />
<span id="more-958"></span><br />
<a href="http://italia-blog.de/wp-content/uploads/2011/05/libero.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[958]"><img class="alignright size-medium wp-image-1050" title="Schlagzeile von libero-news.it am 30.05.11" src="http://italia-blog.de/wp-content/uploads/2011/05/libero-300x187.jpg" alt="Schlagzeile von libero-news.it am 30.05.11" width="180" height="112" /></a>Berlusconis Partei-Hauspostille &#8220;Libero&#8221; titelte gestern:</p>
<blockquote><p><strong>Mailand und Neapel an die Linken:</strong><br />
<strong>Genießt euren Kommunismus.</strong><br />
<em>Milano-Napoli a sinistra:</em><br />
<em>Godetevi il comunismo.</em></p></blockquote>
<p>Wenn die Ära Berlusconi endgültig vorbei sein wird (und das kann noch dauern, machen wir uns nichts vor), dann werden sich die bürgerlichen Parteien Italiens überlegen müssen, ob sie auch programmatisch zu neuen Antworten gelangen können. Der plumpe, demagogische Anti-Kommunismus Berlusconis (Was für Kommunisten eigentlich?) und der bigotte, weltfremde Katholizismus der christdemokratischen Zentrumsparteien scheint in absehbarer Zeit auf jeden Fall nicht (mehr) mehrheitsfähig zu sein. Für eine gut funktionierende Demokratie wird es aber zwingend notwendig sein, dass die großen politischen Lager <span style="text-decoration: underline;">substanzielle</span> Lösungsvorschläge anbieten. »Dagegen sein« wird auf Dauer nicht ausreichen. Und es löst die ökonomischen und ökologischen Probleme Italiens nicht.</p>
<p>Ich weiß, dieser Wahlsieg ist noch keine substantielle Alternative für Berlusconis Politik. Auch das wenig einige Mitte-Links-Lager muss noch sehr an seinen Konzepten feilen, um eine regierungs<em>würdige</em> Alternative darzustellen &#8211; aber der Erfolg der demokratischen Oppositionsparteien macht den Italienern (im In- und Ausland) Mut, dass es doch eine Alternative zum &#8220;Belusconismus&#8221; geben kann. Und zum plumpen, rechtspopulistischen Separatismus der Lega Nord.</p>
<p>Darum noch einmal:</p>
<p><a href="http://italia-blog.de/wp-content/uploads/2011/02/grazie-italia.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[958]"><img class="aligncenter size-full wp-image-1044" title="&quot;Grazie italia&quot; - Screenshot der Online-Ausgabe der Unità vom 31. Mai 2011" src="http://italia-blog.de/wp-content/uploads/2011/02/grazie-italia.jpg" alt="&quot;Grazie italia&quot; - Screenshot der Online-Ausgabe der Unità vom 31. Mai 2011" width="600" height="323" /></a></p>
<p><strong>Grazie Italia.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ja natürlich&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2011 06:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Aprilscherz]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>

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		<description><![CDATA[Ja natürlich war meine Meldung gestern nur ein Aprilscherz. Aber ich weigere mich zu glauben, dass der Rücktritt Berlusconis und gegebenenfalls seine Flucht »doch zu schön um wahr zu sein« wäre. Ich glaube, es ist nicht zu schön, sondern bitter nötig und nicht unwahrscheinlich. Schweine können fliegen. Die aktuellen politischen Ereignisse überall in der Welt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja natürlich war meine <a href="http://italia-blog.de/2011/04/berlusconi-vor-drohender-verhaftung-ins-ausland-gefluchtet/" title="Berlusconi vor drohender Verhaftung ins Ausland geflüchtet" class="liinternal">Meldung gestern</a> nur ein Aprilscherz. Aber ich weigere mich zu glauben, dass der Rücktritt Berlusconis und gegebenenfalls seine Flucht »<em>doch zu schön um wahr zu sein</em>« wäre. Ich glaube, es ist nicht zu schön, sondern bitter nötig und nicht unwahrscheinlich. Schweine können fliegen.</p>
<p>Die aktuellen politischen Ereignisse überall in der Welt, von der arabischen Welt bis hin zur Abwahl der CDU in Baden-Würtemberg, zeigen doch ganz genau, dass politische Veränderungen, auch die unwahrscheinlichsten möglich sind, wenn das Volk es nur wirklich will und etwas dafür tut. Alle macht geht vom Volke aus, oder? Und vielleicht haben noch nicht alle Italiener die Schnauze voll genug von Berlusconis Affären, Machenschaften. Intrigen, Lügen und perfidem Eigennutz-Denken. Aber es wird geschehen.</p>
<p>Und der Song von Tiziano Toniutti, den ich euch im gestrigen Artikel als &#8220;Quelle&#8221; genannt habe, ist außerdem auch hörenswert <img src='http://italia-blog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><code><iframe style="position: relative; display: block; width: 400px; height: 100px" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/v=2/track=4139318880/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB/" allowtransparency="true" frameborder="0"><a href="http://toniutti.bandcamp.com/track/radio-antigua" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/toniutti.bandcamp.com/track/radio-antigua?referer=');">Radio Antigua by Toniutti</a></iframe><br />
</code></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Berlusconi vor drohender Verhaftung ins Ausland geflüchtet</title>
		<link>http://italia-blog.de/2011/04/berlusconi-vor-drohender-verhaftung-ins-ausland-gefluchtet/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 08:52:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>
		<category><![CDATA[Rücktritt]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hatte sich bereits in den letzten Tagen und Wochen angekündigt, dass sich das Netz um den (ehemaligen) italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi immer enger zog. Der wegen Amtsmissbrauch und Prostitution Minderjähriger in Mailand angeklagte 74-jährige (italia-blog.de berichtete) hat sich offenbar gestern am frühen Abend mit seinem Privatjet in einen Karibikstaat geflüchtet und soll so seiner [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_64" class="wp-caption alignleft" style="width: 131px"><a href="http://italia-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/Silvio_Berlusconi.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[983]"><img class="size-medium wp-image-64  " title="Silvio Berlusconi" src="http://italia-blog.de/wp-content/uploads/2009/07/Silvio_Berlusconi-202x300.jpg" alt="Silvio Berlusconi" width="121" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Silvio Berlusconi, ehem. Ministerpräsident</p></div>
<p>Es hatte sich bereits in den letzten Tagen und Wochen angekündigt, dass sich das Netz um den (ehemaligen) italienischen Ministerpräsidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Berlusconi" title="Silvio Berlusconi auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Silvio_Berlusconi?referer=');">Silvio Berlusconi</a> immer enger zog. Der wegen Amtsmissbrauch und Prostitution Minderjähriger in Mailand angeklagte 74-jährige (<em>italia-blog.de</em> <a href="http://italia-blog.de/2011/02/zur-anklage-berlusconis-wegen-prostitution-minderjahriger-und-amtsmissbrauchs/" title="Zur Anklage Berlusconis wegen Prostitution Minderjähriger und Amtsmissbrauchs" target="_blank" class="liinternal">berichtete</a>) hat sich offenbar gestern am frühen Abend mit seinem Privatjet in einen Karibikstaat geflüchtet und soll so seiner drohenden Verhaftung durch die Mailänder Polizei zuvorgekommen sein.</p>
<h4>Bermudas oder Bahamas</h4>
<p>Aus unbestätigten Quellen hieß es, er sei in der Hauptstadt der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bermuda" title="Bermuda auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Bermuda?referer=');">Bermuda</a>-Inseln Hamilton gelandet; andere Agenturen melden die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bahamas" title="Bahamas auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Bahamas?referer=');">Bahamas</a> als möglichen neuen Aufenthaltsort. Gestern Mittag war Berlusconi mit seinem Anliegen gescheitert, den sogenannten &#8220;processo breve&#8221; (zu Deutsch &#8216;<em>schneller Prozess</em>&#8216;) durch das Parlament zu boxen, ein Gesetz, das dem Angeklagten Straffreiheit zusichern soll, wenn bestimmte sehr kurze Verjährungsfristen nicht gewahrt werden, ein Gesetz, von dem zweifelsohne auch Silvio Berlusconi profitiert hätte und von dem er wohl auch sein persönliches Schicksal abhängig gemacht hat.</p>
<h4>Fini leitet Amtsgeschäfte</h4>
<p>Wie heute morgen bekannt wurde, hatte er gestern am späten Nachmittag bei einem Geheimtreffen mit Staatspräsident Giorgio Napolitano seinem Rücktritt im Eilverfahren eingereicht (seit 2009 gibt es in Italien ein Gesetz, dass er ermöglicht, Politiker formlos aus dem Amt zu entlassen, ohne dass ihre Pensionsansprüche davon betroffen seien, wenn ihr Leib oder Leben bedroht wird!) und verfassungskonform den derzeit pausierenden, aber sich immer noch formell im Amt befindlichen Parlamentspräsident Gianfranco Fini mit der kommissarischen Leitung der Amtsgeschäfte betraut. Fini sprach heute morgen in einer Pressekonferenz vom »s<em>chönsten Tag in meinem Leben</em>« und kündigte eine »<em>Regierung der nationalen Einheit</em>« an, die alle demokratischen Kräfte Italiens vereinen soll. Er betonte, dass damit die Lega Nord als »<em>verfassungswidrige, nicht an der Einheit Italiens interessierte Separatistenbewegung von Spinnern</em>« ausdrücklich davon ausgenommen sei. Fini hatte bis Ende 2010 als Teil der Berlusconi-Partei <a href="http://www.ilpopolodellaliberta.it/" title="Il popolo della libertà - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ilpopolodellaliberta.it/?referer=');">Il popolo della libertà</a> mit der Lega Nord als Koalitionspartner zusammengearbeitet.</p>
<h4>Merkel wünscht gemeinschaftliche Lösung gegen Staatskrise</h4>
<p>In einem ersten Statement aus Berlin hieß es, Angela Merkel »<em>beglückwünsche den ehemaligen europäischen Partner Berlusconi zu seiner mutigen Entscheidung</em>«. Merkel betonte Italien müsse nun»<em>eine gemeinschaftliche Lösung finden</em>«, um die drohende Staatskrise zu bewältigen. Auswirkungen auf die Stabilität des Euro befürchtet sie auf Anfrage derzeit nicht. Außenminister Westerwelle ergänzte, dass das Beispiel von Berlusconis Rückzug zeige, dass es nichts nütze »<em>wenn Politiker mit abgelaufenen Politik-Modellen sich an ihre Macht zu klammern versuchen</em>«.</p>
<h4>»Italia democratica« als neues Regierungsbündnis?</h4>
<p>Die italienischen Medien sind sich einig, dass es innerhalb der nächsten zwölf Wochen Neuwahlen in Italien geben wird. Mit einem Wahlsieg des eilig formierten Bündnisses &#8220;Italia democratica&#8221; des Mitte-Links-Partei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partito_Democratico" title="PD auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Partito_Democratico?referer=');">Partito Democratico</a> gemeinsam mit Antonio Di Pietros linksliberaler Bewegung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Italia_dei_Valori" title="IdV auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Italia_dei_Valori?referer=');">Italia dei valori</a> und Finis Mitte-Rechts-Partei <a href="http://it.wikipedia.org/wiki/Futuro_e_Libert%C3%A0_per_l%27Italia" title="Futuro e libertà auf it.wikipedia.org" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/it.wikipedia.org/wiki/Futuro_e_Libert_C3_A0_per_l_27Italia?referer=');">Futuro e libertà</a> wird allgemein gerechnet.</p>
<p>Weitere Infos zum überstürztem Rückzug Berlusconis findet man → <a href="http://bit.ly/eWM7z5" title="Radio A. - Audio und Text über Rücktritt" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/bit.ly/eWM7z5?referer=');">hier</a></p>
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		<title>Zur Anklage Berlusconis wegen Prostitution Minderjähriger und Amtsmissbrauchs</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 12:24:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>
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		<description><![CDATA[s. auch → Berlusconi muss vor Gericht auf ksta.de Ach, wenn ich doch nur daran glauben könnte, dass mit diesem Prozess am 6. April das Kapitel Berlusconi endlich bald abgeschlossen wäre &#8230; aber es so lange nicht vorbei, so lange Berlusca die Interessen der korrupten politischen Kaste bedient. Und so lange die Opposition sich führungsschwach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>s. auch → <a href="http://www.ksta.de/html/artikel/1297762162062.shtml" title="Berlusconi muss vor Gericht auf ksta.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ksta.de/html/artikel/1297762162062.shtml?referer=');">Berlusconi muss vor Gericht</a> auf <em>ksta.de</em></p>
<p>Ach, wenn ich doch nur daran glauben könnte, dass mit diesem Prozess am 6. April das Kapitel Berlusconi endlich bald abgeschlossen wäre &#8230; aber es so lange nicht vorbei, so lange Berlusca die Interessen der korrupten politischen Kaste bedient. Und so lange die Opposition sich führungsschwach und konzeptlos als Un-Alternative präsentiert. Berlusconi hat ein Heer von Handlangern und Speichelleckern, Nutznießern und rückratlosen Schleimern um sich, einige davon sind durchaus in der Lage ihn politisch zu beerben und den Ausverkauf Italiens in seinem Sinen fortzuführen. Und dann ist da ja noch ein systematisch verdummtes Volk, dass ihn &#8211; zumindest teilweise &#8211; immer noch unterstützt. Ehrlich gesagt, jeder Italiener, der nach der Flut von Enthüllungen, Beleidigungen, Entgleisungen und Dreistigkeiten noch hinter diesem Ministerpräsident steht »<em>weil er auch nicht schlechter ist, als die anderen vor ihm</em>« oder »<em>weil er auch nichts anderes macht, als andere in seiner Position</em>« (so habe ich es oft in Gesprächen mit Berlusconianern gehört), ist einer zu viel und mir persönlich ein unlösbares Rätsel. Und es lässt natürlich Rückschlüsse auf das zu, was Italiener von Politikern halten, was sie offenbar an Machtmissbrauch und persönlicher Bereicherung zu tolerieren bereit sind.</p>
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		<title>Sanremo 2011, Tag 0: Stell Dir vor es ist Sanremo und keinen interessiert es</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Feb 2011 11:09:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politica]]></category>
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		<description><![CDATA[Stell Dir vor es ist Sanremo und keinen interessiert es: Italien ist sozial, wirtschaftlich und politisch so tief abgerutscht wie vielleicht noch nie in seiner 150-jährigen Geschichte: Eine Million Frauen demonstrieren in ganz Italien am Wochenende gegen das chauvinistische Frauenbild Berlusconis und der Seinigen und er beschimpft daraufhin die Frauen, als &#8220;von der Linken geschickt&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Stell Dir vor es ist Sanremo und keinen interessiert es: Italien ist sozial, wirtschaftlich und politisch so tief abgerutscht wie vielleicht noch nie in seiner 150-jährigen Geschichte: Eine Million Frauen demonstrieren in ganz Italien am Wochenende gegen das chauvinistische Frauenbild Berlusconis und der Seinigen und er beschimpft daraufhin die Frauen, als &#8220;von der Linken geschickt&#8221; (Was für eine Linke???), unkontrollierte Einwandererströme überfordern die italienischen Behörden und der rechtspopulistische Innenminister schlägt einfach mal so vor mit der italienischen Polizei in einem souveränen Land (Tunesien hat dies gerade vor ein paar Wochen eindrucksvoll bewiesen, oder?) &#8220;aufpassen&#8221; zu können, die Presse ist seit Wochen voller Enthüllungen über Berlusconis Affären, Sexpartys und Rechtsbeugungen, das Parlament ist seit Wochen wie paralysiert &#8211; an politische Arbeit ist nicht zu denken, in der Hauptstadt sterben Roma-Kinder und der römische Bürgermeister beschimpft lieber die Eltern und weigert sich, den Familien Sozialwohnungen zuzuweisen, weil sonst Roma aus ganz Europa in seine &#8216;gastfreundliche&#8217; Stadt kämen, der Staatspräsident eiert zwischen leiser Kritik, einer auseinanderbrechenden Republik und den permanenten unterschwelligen Anfeindungen Berlusconis hin und her ohne wirklich Stärke beweisen zu können &#8211; die Liste ließe sich beliebig lang fortsetzen.</p>
<p>Und das <em>Festival della Canzone Italiana di Sanremo</em>? In der &#8220;autonomen Repubik Sanremo&#8221; (so die <em>Repubblica</em> heute) bereitet man sich auf viel prunkvolle, glamouröse Abende vor, mit viel guter Laune, fröhlichen Liedern, schönen Frauen, witzigen Männern, ein paar pathetischen Mitleidsbekundungen und ganz viel Banalität mit einer Schuss Patriotismus. Doch die Nachrichten aus Sanremo sind ganz unten auf den Startseiten der italienischen Gazzetten, ganz hinten in den Zeitungen. Sanremo 2011? Schon in guten Zeiten ist die Relevanz des Festivals mit einer musikalisch-kulturellen Halbwertszeit von fünf Tagen fragwürdig und lebt seit Jahren nur noch vom Mythos und vom <em>more of the same</em>, einer Attitüde, die in einem so konservativem Land wie in Iralien immer zieht. aber heuer ist Sanremo so überflüssig wie ein Kropf und so anachronistisch wie &#8230; wie unsere Regierung. Italien braucht keine Woche der seichten Zerstreuung, das Rezept, was sonst die Italiener immer wieder auf sich und so etwas wie eine gemeinsame populäre Kultur einschwören konnte, wird dieses Mal nicht ausreichen. Wenn am Samstag der Siegertitel gekürt wird, spätestens dann, werden alle Probleme wieder auf Italien und die ratlosen, orientierungslosen Italiener einstürzen. Und ich bezweifle sogar, dass es dem Festival dieses Mal gelingt, die Schlagzeilen und Diskussionen (wie sonst) zu beherrschen.</p>
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		<title>Zu Berlusconis x-tem Ausfall, gestern im italienischen Fernsehen</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 13:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>

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		<description><![CDATA[Es sind nicht die endlosen Frauengeschichten, die mich zur Weißglut bringen, sondern die Unverfrorenheit, mit der Berlusconi seine Macht erhält und seine privaten Interessen durchsetzt, egal ob es um Medienpräsenz, Politik, Frauen oder Justiz geht. Berlusconi hat in Italien gar nichts verändert, obwohl er sich ständig selbst lobt, obwohl er vor laufenden Kameras seine Erfolge [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="640" height="390" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="flashvars" value="bgColor=black&amp;autostart=false&amp;keyT=&amp;key=&amp;baseURL=http://tv.repubblica.it/static/images/player/&amp;file=repubblicatv/file/2011/01/berluscalerner240111.mp4&amp;repeat=false&amp;logo=0&amp;strip=0&amp;nielsenBrand=repubblicatv_&amp;brand=brand_repubblicaradio&amp;dState=normal&amp;scaleMethod=fit&amp;rel=false&amp;fsType=fl&amp;baseURL=http://tv.repubblica.it/static/images/player/&amp;videoTitle=Berlusconi chiama Lerner: Postribolo televisivo. Poi attacca&amp;streamURL=http://tv.repubblica.it/copertina/berlusconi-chiama-lerner-postribolo-televisivo-poi-attacca/60575?video=&amp;ref=HRER3-1&amp;nielsenBrand=repubblicatv_&amp;pub=politica###" /><param name="src" value="http://tv.repubblica.it/static/swf/z_adv_player.swf" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="390" src="http://tv.repubblica.it/static/swf/z_adv_player.swf" flashvars="bgColor=black&amp;autostart=false&amp;keyT=&amp;key=&amp;baseURL=http://tv.repubblica.it/static/images/player/&amp;file=repubblicatv/file/2011/01/berluscalerner240111.mp4&amp;repeat=false&amp;logo=0&amp;strip=0&amp;nielsenBrand=repubblicatv_&amp;brand=brand_repubblicaradio&amp;dState=normal&amp;scaleMethod=fit&amp;rel=false&amp;fsType=fl&amp;baseURL=http://tv.repubblica.it/static/images/player/&amp;videoTitle=Berlusconi chiama Lerner: Postribolo televisivo. Poi attacca&amp;streamURL=http://tv.repubblica.it/copertina/berlusconi-chiama-lerner-postribolo-televisivo-poi-attacca/60575?video=&amp;ref=HRER3-1&amp;nielsenBrand=repubblicatv_&amp;pub=politica###" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Es sind nicht die endlosen Frauengeschichten, die mich zur Weißglut bringen, sondern die Unverfrorenheit, mit der Berlusconi seine Macht erhält und seine privaten Interessen durchsetzt, egal ob es um Medienpräsenz, Politik, Frauen oder Justiz geht. Berlusconi hat in Italien gar nichts verändert, obwohl er sich ständig selbst lobt, obwohl er vor laufenden Kameras seine Erfolge bei allen möglichen größenwahnsinnigen Projekten bestätigt.</p>
<p><span id="more-859"></span>Berlusconi hat den alten Trott einfach nur weiterlaufen lassen, die alten Seilschaften weiter im Hintergrund arbeiten lassen (und vermutlich selbst am meisten davon profitiert) und damit in einem ohnehin schon problematischen, zutiefst gespaltenem Land alles nur noch verschlimmert. Die versprochene Wende ist in allen Teilen des italienischen Lebens ausgeblieben, stattdessen degeneriert Italien immer mehr, wirtschaftlich, politisch, sozial und kulturell. Und das Schlimme ist: Es gibt immer noch genügend Italiener, die ihn bewundern. Wie formulierte Umberto Eco vor <a href="http://www.fr-online.de/panorama/-ich-will-nicht-unter-berlusconi-sterben-/-/1472782/4917024/-/item/0/-/index.html" title="Ich will nicht unter Berlusconi sterben - Frankfurter Rundschau" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.fr-online.de/panorama/-ich-will-nicht-unter-berlusconi-sterben-/-/1472782/4917024/-/item/0/-/index.html?referer=');">kurzem</a> so prägnant:</p>
<blockquote><p>»<em>Viele Italiener bewundern Berlusconi, weil er beispielsweise vormacht,  was jeder männliche Italiener gerne macht – Frauen vögeln und keine  Steuern zahlen. Berlusconi repräsentiert ihre wildesten Träume.</em>«</p></blockquote>
<p>Traurig aber wahr: Das eigentliche Problem ist nicht Berlusconi, sondern die Italiener. Nur weil sich die Italiener immer mehr zu ihrer eigenen Karikatur entwickelt haben, ist so etwas überhaupt möglich.</p>
<p>Wie sang schon Franco Battiato in den 1990ern richtig</p>
<blockquote><p>»<em>Povera patria! Schiacciata dagli abusi del potere<br />
di gente infame, che non sa cos&#8217;ГЁ il pudore&#8230;</em>«</p>
<p>Arme Heimat! Zerquetscht vom Mißbrauch der Macht<br />
von infamen Menschen, die nicht wissen, was Scham bedeutet&#8230;</p></blockquote>
<p>und damals, 1991, als er diesen Song veröffentlichte, war es nur der Anfang dessen, was wir heute erleben.</p>
<p>Ach, ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte&#8230;</p>
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		<title>Song zum aktuellen Berlusconi-Skandal: Toniutti &#8211; Rassegna Bunga</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jan 2011 14:16:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>sal</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musica]]></category>
		<category><![CDATA[Politica]]></category>
		<category><![CDATA[Radio - TV - Stampa e Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Berlusconi]]></category>
		<category><![CDATA[Bunga Bunga]]></category>
		<category><![CDATA[Ruby]]></category>
		<category><![CDATA[Skandal]]></category>
		<category><![CDATA[Song]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach langem Schweigen in diesem Blog, auch weil es mich wirklich ankotzt nur noch über die Skandale, Skandälchen und Unverschämtheiten von Silvio Berlusconi und seiner Lakaien zu schreiben, möchte ich euch aber folgenden Song von (Tiziano) Toniutti zum aktuellen Berlusconi-Skandal (Stichwort: &#8220;Ruby und Bunga Bunga&#8221;; die Einzelheiten spare ich mir, sie stehen ja eh in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach langem Schweigen in diesem Blog, auch weil es mich wirklich ankotzt nur noch über die Skandale, Skandälchen und Unverschämtheiten von Silvio Berlusconi und seiner Lakaien zu schreiben, möchte ich euch aber folgenden Song von (Tiziano) <a href="http://www.tizianotoniutti.it/" title="Tiziano Toniutti - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.tizianotoniutti.it/?referer=');">Toniutti</a> zum aktuellen Berlusconi-Skandal (Stichwort: &#8220;Ruby und Bunga<span style="text-decoration: underline;"> </span>Bunga&#8221;; die Einzelheiten spare ich mir, sie stehen ja eh in jeder Zeitung) nicht vorenthalten.</p>
<p>Der Text setzt sich hauptsächlich aus Schlagzeilen der letzten Tage zum Skandal zusammen. Genial gemacht. Und so zusammengefasst einfach widerlich. Ich denke, mit dem Video werden auch nicht Italophilen ein paar Details der Titel klar, das meiste sind eh Wortspiele, die sich nicht so ohne weiteres übersetzen lassen.</p>
<p><object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/cKlcSbUKEF0?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/cKlcSbUKEF0?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object></p>
<p><span id="more-851"></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Tiziano Toniutti &#8211; Rassegna Bunga</span></p>
<p>Porno spioni<br />
ecco le intercettazioni<br />
il corpo minorenne del reato</p>
<p>Orgia di stato<br />
interviene l&#8217;avvocato<br />
punteremo sul rito abbreviato</p>
<p>è un puttanaio<br />
ci strusciamo a seno nudo<br />
lei è la pupilla e io sono il culo</p>
<p>Erezioni anticipate<br />
Papi trovaci un lavoro<br />
se sto zitta mi coprono d&#8217;oro</p>
<p>Tutte lo chiamano amore<br />
lo chiamano tesorino<br />
a 300 euro per [pompino]</p>
<p>e io mi sto divertendo<br />
tra la nanna e il seggiolino<br />
e non finirò come Bettino</p>
<p>lui deve solo sganciare<br />
lui si deve far vedere<br />
siamo già vestite da infermiere</p>
<p>tu citofoni e poi entri<br />
mettiti le autoreggenti<br />
in palio ricchi premi e appartamenti</p>
<p>ho chiesto cinque milioni<br />
siamo pronti alle elezioni<br />
sempre e solo accuse a Berlusconi</p>
<p>C&#8217;è la cena e il dopocena<br />
La serata è ancora lunga<br />
simpatiche amiche a bunga bunga</p>
<p>E la patata è bollente<br />
soldi per il &#8220;macchiamento&#8221;<br />
l&#8217;indagine è senza fondamento</p>
<p>nè Noemi nè D&#8217;addario<br />
è un caso senza uguali<br />
è peggio di come dicono i giornali.</p>
<p>Den Song kann man übrigens auch hier kaufen:</p>
<p><object data="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=1619463635/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB//" type="text/html" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="400" height="100"><param name="movie" value="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=1619463635/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB//"><param name="quality" value="high"><param name="allowNetworking" value="always"><param name="wmode" value="transparent"><param name="bgcolor" value="#FFFFFF"><param name="allowScriptAccess" value="never"><object data="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=1619463635/size=venti/bgcol=FFFFFF/linkcol=4285BB//" type="text/html" width="400" height="100"></object></object></p>
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	</channel>
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